Geschrieben von: Toni Christ Montag, den 19. Dezember 2011 um 14:15 Uhr
Unser Pastor Behringer - Bergbautradition in Mastershausen - Der Spielplatz
Unser Pastor Behringer
ist am 8. Dezember 2011 im Bundeswehrlazarett in Koblenz gestorben.
Obwohl er schon seit längerer Zeit immer schwächer wurde, hat uns diese Nachricht sehr getroffen. Von 1988 bis zum Jahr 2000 war er für Mastershausen und Sosberg zuständig. Er hat sich von Anfang an sehr erfolgreich um die Kinder- und Jugendarbeit in der Kirche bemüht. Die große Zahl der Teilnehmer an den Messdienerfahrten, den Kindergottesdiensten, den Kommunion- und Firmvorbereitungen und vielen anderen Aktivitäten waren Indiz seiner Bemühungen und Akzeptanz.
Als er im Jahr 2000 seine Pfarrei Mastershausen/Sosberg übergab, sagte er mir mit Tränen in den Augen, dass er hier die schönste Zeit seines Lebens verbracht habe.
Mit seiner herzlichen, fröhlichen und bescheidenen Art, seinem Engagement für die Jugendlichen und Kinder und seine Liebe zu Mastershausen, das er bei jeder Gelegenheit besuchte, bleibt er uns unvergessen.
Bergbautradition in Mastershausen
Auf dem Burgkopf wurde bereits vor fast 2000 Jahren Metall in größeren Mengen geschmolzen. Das Erz wurde als "Rasenerz" auf der Oberfläche gesammelt oder in Gruben (Pingen), die unterhalb des Burgkopfs lagen, gebrochen.
In der Grube Apollo, die im Sosberger Bachtal liegt, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem mechanisierten Abbau von Erzen (Blei, Zinn, Zink und Silber) begonnen. Immerhin waren in diesem Bergwerk Mitte der 20er Jahre 32 Arbeiter aus Mastershausen in Lohn und Brot. Die Grube wurde 1954, nach ca. 35 Betriebsjahren, endgültig stillgelegt, weil die Erzausbeute zu gering war.
Zur Würdigung dieser fast vergessenen Tatsache entsteht auf dem Dreieck Reitweg-Johann-Steffen-Str. zur zeit ein
kleines Denkmal; Fertigstellung im Februar.
Der Spielplatz
im Mautzbach ist in die Jahre gekommen. Am ehesten merken das die Kinder, die dort spielen. Scheinbar ist er für viele Kinder nicht mehr so interessant. Deshalb hat sich diesem Problem Judith Brautlecht (Schmitz) angenommen
und mit den Kindern und Eltern vor Ort recherchiert, wie er wieder attraktiver werden könnte. Die Kinder haben einen ganzen Tag lang geplant und gezeichnet und tolle Ergebnissen geliefert. Diese hat Judith Brautlecht nun dem Gemeinderat vorgestellt, der die Anregungen und Vorstellungen begrüßt und im Frühjahr umsetzen wird.
Danke für soviel Engagement an Judith und die Kinder!
Toni Christ
Ortsbürgermeister