und keinen anderen | Willkommen in Mastershausen!

Beitragsseiten
und keinen anderen
- 2-
- 3 -
- 4 -
Alle Seiten

„…und keinen anderen, denn allein Gott im Hohen Himmel“
Das Mastershausener Gericht auf Baldeneck (Dr. M. Scholz)

Der Sommer 1325 muss den Mastershausenern noch lange als besonders ereignisreiche Zeit im Gedächtnis geblieben sein. Im Bachtal am Weg nach Buch taten sich große Dinge: der Herr von Trier war mit großem Gefolge von Rittern und Ratgebern geritten gekommen, um den lang gestreckten Bergsporn am Zusammenfluss der beiden Wasserläufe in Augenschein zu nehmen. Zu Mariä Himmelfahrt hörte man, dass die Ritter von Buch einen Vertrag mit dem Herrn geschlossen hätten, der hier eine Burg errichten wollte. Das bedeutete zuerst: Frondienste. Aber auch: Arbeit als Tagelöhner, viele Menschen würden kommen, die schlafen und essen mussten, die von der Welt erzählten – und überhaupt würde sich jetzt vieles ändern, von dem die Mastershausener noch keine konkreten Vorstellungen hatten.

 

Wahrscheinlich dachten sie zuerst am allerwenigsten daran, dass der Bau der Burg eine Auswirkung auf ihr Gericht haben könnte. Dieses Gericht erweist sich bei genauem Hinsehen als ein seltsames Gebilde, das viel über das Machtstreben des Trierer Erzbischofs auf dem Moselhunsrück verrät. Wer hier allerdings blutrünstige Geschichten von Folter, Mordprozess und Galgen erwartet, der muss leider weiter blättern – die Geschäftsabläufe mittelalterliche Gerichtsbarkeit auf dem Land sind nur selten in Akten dokumentiert, die es erlauben würden, die konkreten Gerichtsfälle erzählend nachzuzeichnen.

In einer Beschreibung des Amtes Baldeneck von 1563 heißt es über das Dorf Mastershausen: „Mastershausen hat an Feuerstätten 50, davon gehören 38 zu Baldeneck, drei zu Sponheim, fünf gehören den Rittern Hurt von Schönecken aus der Eifel, eine Heinrich v. Metzenhausen und eine den Erben des Johan Mühlen von Ulmen. Zu Mastershausen hat unser gnädigster Herr ein Gericht, das mit 14 Schöffen besetzt ist, diese Schöffen werden unter den eigenen Baldeneckischen Leuten gewählt und können auch außerhalb des Gerichts genommen werden.“

Die Schöffen konnten nicht nur „außerhalb des Gerichtes genommen werden“, sie wurden es auch. Eine Aufzeichnung über Gewohnheitsrecht, ein sog. Weistum, vom 21. Oktober 1586 gibt Auskunft über die Herkunftsorte der Schöffen des Mastershausener Gerichtes: sie kamen aus den Orten Mastershausen, Buch, Mörsdorf, Zilshausen, Mörz, Lieg und Strimmig.

 



 

Wichtige Termine:  

24. Mai 2012 Live-Interview
in der SWR-Landesschau
mit Josef Peil

 

29.05.2012 Spieleabend
Bürgerhalle 19:00 Uhr

 

02. und 03. Juni 2012
Feuerwehrfest an der
Freizeitanlage

 

08. und 09. Juni 2012
Theater / Theaterscheune


Event-Kalender 2012

         >> hier <<



Vermietung von
Gemeindeeinrichtungen

Bürgerhalle 06545/6260
weitere Infos ....

Freizeitanlage/Grillhütte
im Hallgarten 06545/7333
weitere Infos ....